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Beitrittsdatum: 9. Jan. 2020

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Siehst du den Handabdruck auf meiner Schulter? Nein, das sieht nicht schlimm aus. Du hast vielleicht Schlimmeres erlebt. Aber Schlag ist Schlag und er trifft nie nur den Körper sondern noch viel stärker und nachhaltiger die Seele. Ich war vor allem "Opfer" von verbaler Gewalt, doch die kann ich nicht in einem Bild einfangen. Ich wurde eingeschüchtert, emotional erpresst, erniedrigt und entwertet in meinem ganzen Sein. An schlimmeren Tagen wurde ich geschubst, in den Hintern getreten, in den Oberarm geboxt oder es wurden Gegenstände, die mir etwas bedeuteten absichtlich kaputt gemacht oder nach mir geworfen. Niemand sah es, niemand hörte es, was hinter verschlossener Tür des nach Außen hin gutbürgerlichen Einfamilienhaus vorging. Der Mann, der mir dies antat war ein freundlicher und hilfsbereiter Nachbar, Kirchgänger und fleißiger Angestellter. Niemand traute ihm etwas Böses zu und meine Wunden waren äußerlich nicht sichtbar. Jeder konnte meine Tränen sehen und wie ich nach und nach zu einem Schatten von mir selbst wurde. Aber alle sahen weg. Niemand wollte sich einmischen. Meine stummen Hilfeschreie verhallten in der Leere des Wegschauens.

Ich weiß, wie es dir geht. Ich verstehe deine Scham und deine Angst, sich jemanden anzuvertrauen. Ich verstehe deine Angst vor dem entscheidenden Schritt. Deshalb erzähle ich dir schonungslos ehrlich von meinen Erfahrungen und wie ich heute rückwirkend meine damalige Situation beurteile. I


Was ich lange Zeit nicht wußte, auch verbale Gewalt ist häusliche Gewalt und Strafbar und vor allem ein Grund, um ins Frauenhaus zu flüchten. Ich war zu der Zeit nicht berufstätig und finanziell voll abhängig vom Lebenspartner. Somit hat mir niemand eine Wohnung gegeben und schon gar nicht, wenn ich erzählte, dass ich dringend eine Wohnung brauche, um aus Häuslicher Gewalt zu fliehen. Ein Teilzeitjob hätte mich genug ernährt und ich wäre bei Trennung auf staatliche Unterstützung angewiesen gewesen. Doch damit wollte mir niemand eine Wohnung geben. Das hat mich lange Zeit davon abgehalten, mich zu trennen. Das Jugendamt, an das ich mich in meiner Not meiner Kinder wegen wendete, zwang mich letztendlich zur Flucht ins Frauenhaus. Warum das nicht die geeignete Lösung für mich war und wie ich es dann doch alleine geschafft habe, mich auf eigene Füße zu stellen und finanziell frei zu werden, das erfährst du im Kurs.


Dieser Kurs ist kein Seminar, sondern eine mentale Begleitung durch deine Phasen des Wiedererstarkens und zur Selbstbefreiung - emotional und psychisch.


Aus der Hölle der Gewalt heraus, habe ich Schritt für Schritt meinen selbstbestimmten Weg in die Freiheit geplant und habe es geschafft!

Diese Schritte gehe ich in diesem Kurs noch einmal mit dir zusammen.


Es gibt zwar nicht "den Weg" aber du durchschreitest dieselben Phasen von der Planung bis zum Befreiungsschlag.


Wir sprechen über meine Frauenhauserfahrung und über Sozialleistungen, die dir zustehen.


Wir sprechen darüber, wie du dir eine Existenzgrundlage aufbauen kannst und auch mit Kindern und Sozialleistungen eine Wohnung bekommst.


Du bekommst von mir ein mentales Trainingsprogramm, um den Mut für die entscheidenden Schritte aufzubringen

Außerdem bekommst du von mir die wichtigsten Regeln für "Danach", denn kein Täter lässt sein Opfer einfach so ziehen.

Schließlich bekommst du auch noch eine Check-Liste, wie du es vermeidest, wieder an einen gewalttätigen Partner zu geraten.



Claudia Detjen

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